Wanderwoche Sächsische Schweiz

Zu der 12. von uns geplanten Wanderwoche vom 06. – 13. September 2014 machten sich 40 Teilnehmer auf die Reise nach Sebnitz in der Sächsischen Schweiz. Alle erreichten pünktlich das Hotel “Sebnitzer Hof“ am Marktplatz der “großen Kreisstadt“ Sebnitz. So konnte uns die Hotelführung mit einem Begrüßungsgetränk empfangen und uns anschließend die ersten Eindrücke der “Seidenblumenstadt“ bei einem kleinen Stadtrundgang  vermitteln.

Am Sonntag führte uns die erste Wanderung von Hinterhermsdorf über den Aussichtsturm auf dem Weifberg ins Weißbachtal, einem kleinen Grenzflüsschen zwischen der Tschechischen Republik und der Bundesrepublik. Zur Mittagszeit suchten wir zur Stärkung die Obere Mühle auf, bei der uns die “Abkürzer“ schon erwarteten. Weiter ging der Weg zur Niedermühle im Kirnitzschtal, Aufstieg durch den Reißergrund zurück zum Parkplatz. In Hinterhermsdorf konnten wir noch einige für diese Gegend typischen “Umgebindehäuser“ bestaunen.

Am Montag brachte uns ein Linienbus nach Ottendorf zum Ausgangspunkt für die nächste Wanderung. Zunächst führte uns der Weg auf den “Großstein“,  die erste von uns besuchte Sandsteinformation, mit herrlichem Blick ins Kirnitzschtal und die Böhmische Schweiz. Im Biergarten der Felsenmühle fand die Mittagspause statt. Anschließend führte uns der Weg zum “Kuhstall“ und weiter zum Lichtenhainer Wasserfall. Eine historische Straßenbahn sollte uns nach Bad Schandau fahren. Durch einen ca. 50 Tonnen schweren Felsabsturz im Kirnitzschtal konnte die Straßenbahn aber nicht bis zur vorgesehenen Endstation fahren, was unsere Wanderstecke noch mal verlängerte. Ein Linienbus wiederum brachte uns nach Sebnitz zurück. Die zunächst als mürrisch eingestufte Busfahrerin zeigt dann aber doch Verständnis für unsere unfreiwillig verlängerte Wanderung und fuhr uns bis vors Hotel, was ihr großen Applaus einbrachte.

Für Dienstag hatte Wanderfreund Horst die Wanderführung übernommen. Der Ausgangspunkt war wieder Hinterhermsdorf, diesmal von der “Buchenparkhalle“ aus. Der Rundweg brachte uns zunächst zur Bootsstation Obere Schleuse an der Kirnitzsch. Knapp 1 km beförderte uns ein Kahn geräuschlos durch die imposanten Sandsteingebilde an beiden Seiten des Wassers. In früheren Jahren wurde die Schleuse zum Flößen benötigt. Nach der Kahnfahrt waren wieder Höhenmeter angesagt. Der Aufstieg über Hermannseck zum Wettinplatz und weiter zum Königsplatz war zwar anstrengend, aber die Ausblicke waren die Mühen wert. Wer sich diese Strapazen nicht antun wollte, fuhr mit dem Kahn wieder zurück und begab sich auf weniger steilen Wegen zur Buchenparkhalle, bei der sich am Nachmittag wieder alle vereinten.
Nach drei Wandertagen sollte es am Mittwoch mal ruhiger zugehen. Die Höhenmeter und Entfernungen erledigte ein Reisebus für uns. Wir besuchten die Städte Meißen und Dresden. Mit dem Busfahrer Matthias und dem Reiseleiter Dieter hatten wir zwei perfekte Begleiter für diesen erlebnisreichen Tag, der mit dem Besuch der Stollenbäckerei Emil Reimann endete.

Nun fehlte noch ein Besuch auf der “Bastei“. Ab  der Stadt Wehlen ging es stetig aufwärts durch den Wehlener GrundUttewalder GrundZscherregrundHöllengrund. Die Bastei konnte jeder nach Belieben erkunden, bis es am frühen Nachmittag entweder durch die Schwedenlöcher oder über die Basteibrücke-Felsenbühne abwärts in den Amselgrund bis nach Rathen ging. Von dort traten alle gemeinsam den Rückweg unterhalb der Bastei an der Elbe entlang nach Stadt Wehlen an. Für die bisher beschriebenen Aktivitäten hatten wir bestes Wanderwetter, immer lachte uns die Sonne.

Für die abschließende Wanderung am Freitag war das leider nicht mehr der Fall. Der Panoramaweg von Lichtenhain nach Altendorf sollte uns noch einmal die Schönheit der Sandsteinerhebungen in der Sächsischen Schweiz vor Augen führen. Das wurde aber durch tief hängende Wolken verhindert. Trotzdem machte sich die Wanderschar auf den Weg.

Wir haben immerhin von den möglichen 1200  km Wanderwegen in der Sächsischen Schweiz ca. 60 km gewandert und alle Teilnehmer haben unvergessliche Eindrücke mit nach Hause genommen.

(EuKR)

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